EXIT RACISM – rassismuskritisch denken lernen (Deutschland)

Muss ich aus meinem Dornröschenschlaf erwachen, meine Koffer packen und aus Happyend ausziehen?

Also so richtig und für immer? Kann ich nicht eine kleine Tür auflassen?

Im ersten Monat unseres Weltliteratur-Leseclubs haben wir EXIT RACISM von Tupoka Ogette gelesen. Darin fällt der Begriff HAPPYLAND. Das ist ein Ort, an dem weiße Menschen leben, solange sie ihre Augen und Herzen nicht für das Thema Rassismus öffnen und sich bewusst damit beschäftigen.

EXIT RACISM ist ein grandioses Buch, das einen guten Einstieg ins Thema bietet. In unserer Lesegruppe mussten wir uns so einigen Frage stellen. Kann es sein, dass wir uns schon einmal rassistisch verhalten habe, ohne es zu wissen? Kann man rassistisch sein – ohne ein Rassist zu sein? Wo hört Neugier auf und wo beginnt Diskrimierung? Wo und wie können wir an uns selbst arbeiten, um unsere Gesellschaft rassismusfreier zu gestalten?

Tupoka Ogette zeigt auf eine eindringliche Weise wie die Lebensrealität vieler betroffenen Menschen in Deutschland aussieht.

Sie zeigt uns, wie wir unser Rassismus-Radar sensibilisieren können. Außerdem erklärt sie, wie das System „struktureller Rassismus“ überhaupt funktioniert und was sein geschichtlicher Hintergrund ist.

Das Buch zu lesen oder zu hören hat bei den Mitlesenden viele Emotionen hervorgerufen. Wut, Ungläubigkeit, Ohnmacht, Scham – aber auch Hoffnung und der Wille aktiv an einer besseren, rassismusfreien Zukunft für unsere Gesellschaft zu arbeiten.

„Rassismus ist nicht das Problem der Anderen.“ Es ist ein strukturelles Problem, an dem wir alle teilhaben, ob wir Rassismus bewusst ausüben oder nicht.

Aktuell gibt es das Hörbuch auf allen gängigen Plattformen.

Eine große Empfehlung aus dem WELTLITERATUR-LESECLUB.